merry christmas

24.12.2007

I don’t know, what Christmas is for you. For me, Christmas is much more than glow wine, blinking lights, and meeting family in a nice and warm atmosphere. I think, this plays a important role, too. But the real christmas atmosphere can’t be created. Here in china you can see much christmas stuff, but you can’t get rid of the fake-feeling, here. Something is obviously missing.

At Christmas I celebrate the birth of my saviour

Why saviour? Some of you might ask. Well, if I look at my life and everybody’s life, I don’t see any perfect story of living a lucky and satisfied life. According to the Bible this comes from being apart from God. We are created to be a dependent on God.

Jesus is the offer of God, to return to him, with nothing to bring but ourselves. In Jesus our Sins are forgiven, in Jesus we are freed to a new life. A life still in this world, where still remains much of our faults, sin, poverty and sickness, but to go through this with our mighty God.

I whish You to go with him and experience the freedom and sense that God gives in this life and in eternity. This is really a gift, and this grace generates authentic christmas atmosphere.

hzi hzc

Kirche in Wuxi

11.12.2007

wuxichurchkl

Rätsel: Wo befindet sich die Kirche im folgenden Video?

Gottesdienst – seit langem mal wieder. Die international christian fellowship church in wuxi liegt im Stadtzentrum. Obwohl wir in China sind ist das Gebäude ist erstaunlich groß. Beim Eintreten fehlt einem jedoch das vertraute Glockengeläut. Um gut zu sehen nehmen wir (außer mir hat sich auch noch Georg hierher gewagt) mittig platz.

Es stellt sich heraus, dass man von unserem Platz auch besonders gut hören kann. Schräg vor uns ist nämlich ein chinesischer Lautsprecher genau auf uns gerichtet. (Chinesische Lautsprecher sind im Prinzip baugleich mit den uns bekannten, werden aber grundsätzlich bis zum Anschlag aufgedreht und plärren mit beachtlicher Verzerrung meist sehr melodische Musik. Ein Gegensatz der für China typisch ist.)

Die Kirche ist gut gefüllt, zu meiner Freude, sind nur vereinzelt Ausländer zu sehen. Ich bin also gespannt auf einen relativ chinesischen Gottesdienst. Es ist eine Mischung aus altbekanntem und neuem, angenehmem und nervendem. Ich bin erleichtert, als sich die Ankündigung: „Everybody just prays, how the holy spirit is taxing him“, als Aufforderung zum stillen (/gemurmelten) Gebet entpuppt, und kein schwärmerisch, ekstatisches Chaos auslöst. Wenn nach einem halben Lied die sehr ruhig stehende Gemeinde aufgefordert wird, die Hände zu erheben, erfolgt dies sofort und nahezu synchron. Nachwehen des Kommunismus oder Kulturell bedingt? Ich halte beides für möglich. Der Einfluss der Partei, (jahrzehntelang eingeübter Gehorsam,) auf die Gesellschaft ist nach wie vor enorm. Andererseits schlägt der Chinese praktisch nie einen Wunsch aus. (Zur Not muss eben eine Ausrede gefunden werden, um das Gegenüber nicht zu brüskieren.)

Die Predigt wird ins Englische übersetzt und wie üblich höre ich in kritischer Gespanntheit zu, und bin mit vielem –nicht mit allem– einig. Georg findet dabei höchstinteressante Zusammenhänge zwischen Predigtschwerpunkt und chinesischer Kultur, was aber hier zu weit führen würde. Am Ende des Gottesdienstes wird zum Glauben eingeladen und wer möchte bekommt einen Bibelgutschein.

Beim hinausgehen bemerke ich die Freude, die dem vor mir sitzenden ins Gesicht geschrieben steht, und eine Person, die tief ergriffen sitzen bleibt. Da wird mir klar, wie viele Menschen in China Sehnsucht nach Gott haben müssen und Freue mich, dass dieser Gottesdienst möglich war.

feet of the phoenix

05.12.2007

Zwei kulinarische Highlights, letztes Wochenende: in Reiswein eingelegte Ente und feet of the phoenix

eingelegte_ente phoenix

Hangzhou

04.12.2007

Rein in den Bus, die Türen schließen, mit Trillerpfeife und einer grünen Fahne wird der Bus aus dem Bahnhof manövriert. Geschafft. Ich sitze im  Überlandbus Richtung Hangzhou.

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende endlich einen Gottesdienst besuchen. Dann hat Yùn mit jedoch nach Hangzhou eingeladen. Hangzhou gilt als eine der schönsten Städte in China, also war klar, dass ich dieses Wochenende wieder unterwegs sein werde.

 

Schon jetzt, ehe die Reise recht begonnen hat, habe ich schon einiges erlebt. So vor zwei Tagen beim Versuch ein Busticket zu lösen, der erste Ernstfall für mein Baby-Chinesisch:

Nach der Arbeit fahre ich, 45 Minuten für 20 Cent, mit dem Linienbus zum Bahnhof. Am Schalter stelle ich mich in die Schlange und passe auf, dass sich niemand vor mich drängelt. Wenn doch der Versuch unternommen wird, gilt es mit einem Lauten „HEY“ Einhalt zu gebieten. Nun bin ich an der Reihe. Noch ehe ich ein Wort sage umringt eine Traube von Chinesen den Laowai (Fremder/Ausländer). Nun gut, ich bin ja selbst gespannt was jetzt passiert.

„Ni hao, xinqi liu wo yao qu Hangzhou“ (Guten Tag, am Samstag will ich nach Hangzhou gehen). Der Mann hinterm Schalter fängt an zu reden, was ich mit einem entschuldigenden „ting bu dong“ (verstehe nicht) quittiere. Er redet weiter „… dien…“ Aah – ein Wort – es könnte „Zeit“ bedeuten (dabei werde ich das erst nächsten Montag lernen, aber manchmal hat man so ein Gefühl…), also versuche ich „Shang wu  “ (morgens) zu sagen. Eingabe in den Computer. „jiou dien …“. Ich wieder: „ting bu dong“. Der Ticketverkäufer schwenkt freundlicherweise den Bildschirm zu mir. Inmitten einer Flut von Chinesischen Zeichen entdecke ich genau 2 Zahlen: 2007 12 01 und 9:00. „dui, dui jiou dien“ (richtig, richtig, 9 Uhr), „hen hao, hen hao“ (sehr gut, sehr gut) freue ich mich. (auffällig:  wer eine Sprache sehr gebrochen spricht, bläht mit Wiederholungen wenige Wortfetzen zu minutenlangen Konversationen auf)

Von hinten erfolgt ein Schulterklopfen. Angesichts der niedergerissenen Sprachbarriere halte ich das auch für durchaus angemessen. Doch nun höre ich: „Do you need help? My secretary is here, she can do it for you.“ Ich überlege kurz: diesen Triumpf möchte ich eigentlich für mich beanspruchen. Doch sicher ist sicher: “Oh, yes? That’s fine, thank you.â€? Es stellt sich heraus, dass ich am Bahnschalter war, jedoch eine Busfahrkarte – einen Schalter weiter – benötige. (Bahn: 5 Stunden fahrt, Bus 2,5 Stunden) Puh, das hat sich gelohnt. Insbesondere, da ich noch zum Tepanyaki ( feinstes Japanisches Essen) eingeladen werde.

Heute morgen dann wieder eine ähnlich Situation: Im Wartesaal des Busbahnhofs suche ich meine Busnummer, die auf elektrischen Anzeigetafeln erscheinen soll und das jeweilige Gate anzeigt. 5 Minuten vor 9 ist meine Nummer immer noch nirgends zu finden. Ich werde nervös und frage ob ich hier richtig bin. Schließlich bekomme ich die Antwort: Ja, ja, sie müssen zum westlichen Wartesaal. Ich sprinte los. Raus aus dem Bahnhofsgebäude, rechts rum, 500 meter um das Gebäude, rein in den Bahnhof, durchs Gate – Geschrei – ah, Ticket vorzeigen, einsteigen und los geht’s.

Das Wochenende in Hangzhou wird wundervoll. Yun und seine Frau Bo Feng haben einen außerordentlich interessanten Mix aus Sightseeing und Chinesischem Kulturerlebnis zusammengestellt. Die Chinesische Gastfreundschaft ist absolut „outstanding“.

Shanghai

27.11.2007

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Wieder ist ein Wochenende vorbeigerast. Mein zweites Wochenende in Shanghai. Als kleiner Vorgeschmack, zitiere ich meinen frisch
in China! erworbenen Lonely Planet:

“Shanghai  Whore of the Orient, Paris of the East; city of quick riches, ill-gotten gains and fortunes lost on the tumble of dice; the domain of adventurers, swindlers, gamblers, drugrunners, tycoons, missionaries, gangster and backstreet pimps; the city that plots insurrection and dances as the revolution shoots its way into town Shanghai was a dark memory during the long years of forgetting that the Communists visited upon their new China.”

Taxi von Xinzhou Huayuan zum Huochezhan (Bahnhof), Kaffee bei MacDonalds, Ticket vorzeigen, Gepäck röntgen, der Anzeige mit der entsprechenden Zugnummer folgen, Wartesaal, die Absprerrung wird geöffnet, Ticket abknipsen lassen, zum Gleis gehen. Für jeden Wagen existiert eine geordnete Schlange. Für Europäer ist zu beachten: vorne anstellen (warum werden wir gleich sehen). Zug fährt ein, an jedem Eingang öffnet eine �Stewardess” und bringt elegant ein Magnetschild mit der Wagennummer am Eingang an. Unversehens hat sich die wohlgeordnete Schlange in eine wild drängelnde Meute verwandelt, die gegen die aussteigenden Fahrgäste drückt. Also einsteigen, einen eventuell bereits Sitzenden vom Platz verweisen und Platz nehmen. In Shanghai herrschen milde 20�C und die Sonne scheint. Zuerst wird das Hostel aufgesucht. Dort wird kurz über den Preis verhandelt, dann müssen 14 Pässe für 13 Personen her. Sonst geht gar nichts. Nun ja, einige haben natürlich keinen Reisepass dabei, aber nach 5 Minuten Diskussion ist alles kein Problem. 70 Quai (umg. für Yuan) pro Nacht und 100 Deposit für den Schlüssel. Nach 15 Minuten scheint also alles klar zu sein. Doch nun kommt unser Part, das Zelebrieren unserer fortgeschrittenen Adaption chinesischer Kommunikations- und Entscheidungsfindungsprozesse. Im Klartext: wir versuchen das Geld einzusammeln. Einer übernimmt die Kollekte des Deposit. Meine Aufgabe ist es die Übernachtungskosten einzutreiben. Schwierig. Es gibt im Chinesischen zwar viele Scheinarten ( sogar 1 Jiao 1/10 Yuan) aber nun mal keinen 70 Yuan Schein. In der Folge flattern die 100er, 50er und10er vor mir auf den Tresen und flinke Hände geben, wechseln und nehmen. Parallel hört man “das ist für vier Leute”, “ich hab jetzt mal 100 reingelegt”, “Ich hab gezahlt” “kannst du mir auf 100 rausgeben”, “habt ihr schon gezahlt?”, “Wieviel macht das jetzt?” irgendwann fange ich an das Geld zu zählen und natürlich, komme ich irgendwie nicht auf den verlangten Betrag. Also: “WER HAT JETZT NOCH NICHT GEZAHLT ?” Schweigen auf diese sinnlose Frage, weil natürlich nur ein Betrag von 25 Quai fehlt. Also cha bu duo passt schon, der Betrag wird begradigt, wir haben einen Schlafplatz und können uns nun in die Metropole stürzen. Wir versuchen eine kleine Gruppen zu bilden um zügig voranzukommen und beratschlagen kurz welche Sehenswürdigkeiten und Viertel wir heute sehen wollen. French Concession, Jinmao Tower, Great Shopping Mall für die Mädels ;-) , Bund (Fluss) und Old Town sollen heute erreicht werden. Also los.

trinkjoghurt

16.11.2007

Schschschschshschschschlllllllluuuuuuuuuuuuuuurrrrrrrrrrrrrrpppp. Aaaahh herrlich diese Trinkjoghurts. Wie ihr beim Butterkauf sicherlich schon bemerkt habt, ist China auf den Geschmack (von Milch) gekommen. Ganz besonders gefallen mir wie gesagt die Trinkjoghurts. Einfach Röhrchen durch den Deckel stossen, leerschlürfen und weg damit. Normalerweise würde man hier als Westeuropäer die letzten Reste verwerten, indem man den Becher öffnet und ihn ausschleckt. Mindestens 10% kriegt man da noch raus. Dummerweise kriegt man den Deckel kaum ab. Ist aber überhaupt kein Problem. Hier hat man eine viel praktischere Lösung: im 8er Pack gibt es immer einen Joghurt gratis. Der kompensiert sozusagen die Joghurtmenge, an die man nicht rankommt.

Möglicherweise ändert sich ganz langsam meine Sicht auf viele Dinge hier in China. Noch öffne ich jeden Joghurt, halte beim Taxifahren die Luft an, wenn mich beim Überholen auf der Gegenspur die Scheinwerfer des entegenkommenden Lastwagen blenden, halte überhaupt die Luft an wenn ich an der “frischen” Luft bin, springe zur seite wenn ich angespukt werde und wische das Schälchen aus, wenn ich merke, dass es in der Toilette des Restaurants gespült wurde.

Allerdings empfinde ich bereits eine gewisse sympathie für die pragmatische Art Dinge anzugehen. Die Joghurtlösung ist nur ein Beispiel. Man muss sich über manchen hässlichen Neubau gar nicht aufregen, wenn man sich die Halbwertszeit von Bauten hier vor Augen hält. In 3 Jahren wird sowieso wieder abgerissen. Ich fange sogar an mich aufzuregen, wenn der Taxifahrer zuckelnd an einer roten Ampel bremst. Schließlich hat man ja eine Hupe, betätigt diese für eine Weile, schaut starr gerade aus und fährt über die Kreuzung. Der kreuzende Verkehr antwortet freundlich mit einem Hupkonzert, Marke “Starwars-Jingles” und schießt in Zentimeterabständen vor und hinter dem Taxi vorbei. Nur wenn ein wirklich größeres Fahrzeug unüberholbar den Weg versperrt, kann es vorkommen, dass im letzten Augenblick gebremst wird. Auch beim Nachwuchs wird die Lebenspraktische Einstellung sehr deutlich. Kleinkinder, und hier tritt ein geradezu revolutionäre Ökologische Correctness zutage, tragen keine Windel sondern haben schlichtweg einen Schlitz in der Hose. Ist es dann soweit, wird der Kleine einfach über die Bordsteinkante, über einen Mülleimer oder eben aus dem Bus gehalten. Man gewöhnt sich schnell daran, dass statt des Hundekots eben ab und zu humanoide Tretminen auf den Marmorstufen eine Kaufhauses liegen.
Um Mitternacht fährt uns ein Nachtzug in die Gelben Berge. Dort werden wir über das Wochenende versuchen eine Wandertour zu machen. Bin sehr gespannt. Ein kurzer Shanghai-Bericht wollte ich ja auch noch geben. Das muss wohl vertagt werden…

übersicht

09.11.2007

Manchmal komme ich mir vor wie in einem Computerspiel. Die Sichtbarkeit der Umgebung erweitert sich nur dadurch, dass man neue Gegenden durchkämmt. Mit dem Unterschied, dass es hier keine Übersichtskarte gibt. Mit dem Speichern hab ich auch noch meine Probleme. Vor ein paar Tagen war ich in Wuxi Downtown und hab versucht einen sehr großes Kaufhaus wiederzufinden. Ich war zwar schon mal mit anderen Leuten dort und es schien mir auch recht einprägsam, dennoch hatte ich keine Ahnung mehr wo es ist und musste unverrichteter Dinge wieder umkehren.

Mal sehen wie es mir damit morgen geht. Da werden wir uns Shanghai anschauen. Natürlich wird dem Schneider ein Besuch abgestattet. Ebenso der legendäre fake-market. Rein Wettertechnisch sind die Aussichten auch nicht schlecht:

forecast-11-09

xinzhou garden

09.11.2007

wohnung blick_xinzhou_garden

die Wohnung ist eigentlich ziemlich schön. Dunkler Fußboden und Möbel, Decke und Wände in weiss. Beim Blick aus dem Fenster sieht man die nett angelegte Gartenanlage, in der unser sog. Compound, die Wohnanlage integriert ist. Enge Küche mit allem was man braucht (in erster Linie braucht der Chinese als solcher Reiskocher und Gasherd). Trinkwasser gibts aus einem Dispencer, wie man ihn aus den Supermärkten kennt. Geht die Wasserflasche darauf aus, bestellt man in einer Art Office neues Wasser. Heute hab ich das mal versucht. Leider konnte ich das chinesische Wort für Wasser nicht. Also versuche ichs mit “water”. Worauf mir der chinesische Wasserbeauftragte mit Ohrenbetäubender Lautstärke chinesisches Vokabular ins Ohr brüllt. Nicht sehr angenehm, insbesondere wenn er sein Organ nur 20 cm von meinem Ohr entfernt positioniert. Nun, ja – es war sicherlich nett gemeint. Bei den lao wai (Ausländern) wollte er bestimmt besonders deutlich sprechen. Dennoch ist der Sachverhalt bald klar. In der Ecke steht ein Anschauungsbeispiel, auf das man verweisen kann. Schnell schreibe ich die Hausnummer und Apartmentnummer auf, setze meinen Namen darunter und verschwinde wieder mit dem Vorsatz, “Wasser” auf chinesisch sagen zu können. Kaum Zuhause angekommen klingelt es auch schon und das Wasser wird geliefert.

AC936

03.11.2007

berge_web

In einem Airbus A340 geht es von Frankfurt nach Shanghai. 11 Stunden Flugzeit, die bis auf den enorm hohen Rauschpegel recht angenehm sind. Abendessen und Frühstück, die ich mit sehr gut bis gut bewerten würde. Der Knaller, aber war mein Sitzplatz. Nein, ich wurde nicht in die Firstclass gebeten, ich saß auch nicht direkt am Fenster, vielmehr saß ich zwischen zwei Passagieren, die gegensätzlicher nicht hätten sein können. Rechts Yún, ein Chinese der in Deutschland Studiert hat, links ein – ja, was war er eigentlich? Belassen wir es zunächst einmal bei der Bezeichnung „Deutscher“. Nennen wir ihn Heinz.

Anfangs allseitiges Vorstellen, dabei fällt mir positiv auf, dass Heinz ebenfalls zum ersten mal fliegt und führe somit sein „wie lang fliege mir? 11 Stunde? So ne Sch…“ auf seine eventuelle Flugangst zurück. Es stellt sich aber bald heraus, dass Heinz die ganze Sache positiv ausgedrückt überfordert. So hört man beim Essen von links den Kommentar: „Ja wie iss des jetzt Schinesisch oder was? – Isch bin Deutschä, so ne Sch…“, „Daaf ma hier keine rauche?“ und, einen hab ich noch: Als es ans Ausfüllen der Fragezettel für die Einführkontrolle geht, die in chinesischer und englischer Sprache zur Verfügung stehen. „Isch versteh kai Wot – Stewardess, Hallo – Isch nix schinese, nix schingschangschon, nix Englisch, isch bin deutsch, es wird doch so nen Zettel auch auf Deutsch gebe“. Yún und ich brechen bei derlei Szenen fast zusammen. Doch schließlich gelingt es uns die Zettel auszufüllen: Die Stewardess beschreibt Yún was wo reingehört, und was sie wissen muss, Yún gibt das an mich weiter, und von mir nimmt Heinz schließlich die Info entgegen was er nun zu schreiben habe.

Irgendwie führt diese Konstellation dazu, dass ich mich von Anfang an mehr Yún zuwende. Glücklicherweise sitzt Yún am Fenster, ich direkt neben ihm, und von Heinz trennt der Gang. Yún ist sofort bereit, mir einen kleinen Chinesischkurs zu geben (chin_kurs). Unglaublich, wie flink die zum Teil echt komplizierten Schriftzeichen aufs Papier gebracht werden können. Später spricht Yún die Vokabeln noch auf meinen Palm, so dass ich eine reelle Chance habe, später mal verstanden zu werden. Die 4 Verschiedenen Töne sind absolut die größte Schwierigkeit, beim chinesisch lernen. Denn je nach Ton (eigentlich Tonverlauf) ergibt sich für dasselbe geschriebene Wort eine komplett andere Bedeutung.Heinz trägt derartige Aktivitäten mit Fassung. Bietet mir aber aus mitleid noch seine Feuerwehrzeitschrift („Wasser Marsch“- oder so ähnlich) an, da stünden wenigstens interessante Sachen drin. Dankend lehne ich ab.

fluss

Sinkflug, landen, klatschen, Koffer abholen, Visum stempeln und drin bin ich, in china.